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Pieve di Cadore ist eine "Kunststadt" auf Grund des Reichtums seiner Geschichte, der Kunstschätze und der Umwelt, und "befestigte Stadt von Venetien", weil auf seinem Territorium ein Verteidigungssystem aus der Neuzeit vorhanden ist (Ende des 19. Jh.s), das aus den Befestigungen von Monte Ricco, Batteria Castello und Col Vaccher besteht. Dank seiner strategischen geographischen Lage war Pieve seit der römischen Zeit ein politischer, administrativer, religiöser und kulutreller Bezugspunkt für das Cadore Gebiet: sichtbare Beweise dafür sind heute der aus dem 15.Jh. stammende Palazzo della Magnifica Comunità di Cadore - eine Institution der weltlichen Regierung des Cadore - und die Archidiakonatskirche Santa Maria Nascente mit den Schätzen, die sie verwahren, sowie die antiken Wohhäuser der Altstadt, von denen viele den schönen Tiziano Platz mit der Statue des grossen Meisters, der in Pieve geboren wurde, umgeben. Auch sein Geburtshaus, ein Nationaldenkmal, ist ein Teil der Altstadt, deren Gebäude die Veränderungen in der traditionellen architektonischen Typologie bezeugen, welche der unter der venezianischen Herrschaft erworbene Reichtum mit sich brachte. Pieve di Cadore beherbergt ausserdem drei Einrichtungen, die durch ihre ausserordentliche Bedeutung seine Identität als "Kunststadt" unterstreichen; es sind das archäologische Museum im Palazzo della Magnifica Comunità, das zu den wichtigsten in Venetien gehört, mit seinen paläovenetischen, römischen und keltischen Fundstücken aus Lagole und Centro Cadore; das Brillenmuseum, das wegen Qualität und Quantität seiner Sammlungen zu den reichhaltigsten der Welt gehört; die Stiftung Centro Studi Tiziano Cadore, welche die Magnifica Comunità und die Gemeinde Pieve gewollt hat, und die von den wichtigsten öffentlichen und privaten Einrichtungen des Gebietes von Belluno unterstützt wird: eine Einrichtung, die die Aufgabe hat, die Forschung und die Kenntnis über Tizian und das Cadore zu fördern und kulturelle Initiativen zu ergreifen. Ein Beitrag zur Hervorhebung der lokalen archäologischen Schätze sind die noch laufenden Ausgrabungen, die in der Nähe des Rathauses die Reste eines römischen Hauses aus dem 2. Jh. n.Chr. (entdeckt 1951) ans Licht gebracht haben, das besonders interessant ist, weil das Heizungssystem a hipocaustum und der geometrisch dekorierte Mosaikfussboden sichtbar sind. Die Archidiakonatskirche, die wahrscheinlich im 11.Jh. gegründet wurde und Santa Maria Nascente geweiht ist, ist die Mutterkirche des Cadore, für welche zwischen 1560/65 Tizian die Altartafel des Heiligen Tizian gemalt hat. Nachdem im 18 Jh. ihre mittelalterliche Struktur durch den heute sichtbaren Umbau zerstört wurde, verbleiben die in ihr verwarten Werke als Zeugen der Anwesenheit verschiedener Völker und Kulturen und als Beweis dafür, dass Pieve durch seine Kirche imstande war, die Verschiedenheiten anzuerkennen und zu vereinigen.

 

Pace
PIEVE DI CADORE IN CIFRE
altitudine: m. 878 s.l.m
abitanti: 4051
superficie: kmq. 66,65
prefisso telefonico: 0435
c.a.p. Pieve Centro: 32044
c.a.p. frazioni: 32040

 

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